Activision Blizzard ist Gegenstand einer weiteren Klage, die neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung enthält. Bloomberg Law berichtet, dass Anwältin Lisa Bloom letzte Woche im Namen einer derzeitigen Mitarbeiterin des Unternehmens namens Jane Doe eine Klage beim Los Angeles County Superior Court eingereicht hat.

„Im Laufe der Jahre hat die offene „Studio“-Kultur von Activision Blizzard weit verbreiteten Sexismus, Belästigung und Diskriminierung gefördert, wobei mehr als 700 Vorfälle aufgezeichnet wurden, während CEO Robert Kotick das Unternehmen leitete.“ sagt die Klage.

Doe, die 2017 als leitende Verwaltungsassistentin in der IT-Abteilung zum Unternehmen kam, behauptet, sie sei regelmäßig gezwungen worden, Alkohol zu trinken und an unzüchtigen Spielen teilzunehmen. Sie erklärte auch, dass weibliche Angestellte während eines „Standrundgangs“ durch das Büro unter Alkoholeinfluss regelmäßig sexuellen Kommentaren und Belästigungen durch männliche Kollegen ausgesetzt waren.

Doe sagte, dass Beschwerden über übermäßigen Alkoholkonsum und sexuelle Belästigung durch ihre Chefs damit erklärt würden, dass „das Management nur nett war und versuchte, sich mit ihr anzufreunden“. Sie behauptet auch, dass ihr geraten wurde, dies nicht anzusprechen, da dies dem Ruf des Unternehmens schaden könnte.

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Doe unternahm mehrere erfolglose Versuche, auf eine neue Position in einer anderen Abteilung zu wechseln, und wurde jedes Mal abgelehnt. Nachdem sie sich direkt beim ehemaligen Blizzard-Präsidenten J. Allen Brack darüber beschwert hatte, sagte sie, wurde ihr eine andere Position mit einem niedrigeren Status und einer erheblichen Gehaltskürzung angeboten. Sie gab auch bekannt, dass ihre Bewerbung für die Stelle des stellvertretenden Abteilungsleiters im November 2021 abgelehnt wurde, nachdem sie einen Monat zuvor auf einer Pressekonferenz öffentlich über ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen gesprochen hatte.

Dow strebt rechtliche Schritte an, um eine Reihe von Änderungen zu erreichen, darunter die Einführung einer rotierenden Personalabteilung zur Behandlung von Interessenkonflikten und den Rücktritt von Bobby Kotick, CEO von Activision Blizzard.

Activision Blizzard hat kürzlich erklärt, dass es Schwierigkeiten hat, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende zu halten, und dass seine Einstellungsprobleme wahrscheinlich durch laufende Rechtsstreitigkeiten und schlechte Presse noch verschärft werden.